Zurich Team VCO Berlin verliert gegen VC Bad Dürrenberg/Spergau
Ein Wechselbad der Gefühle. Zuerst sah es nach einem klaren 3:0 Sieg für Bad Dürrenberg/Spergau aus, doch Olympia kämpfte sich auf 2:2 heran um im entscheidenden Tiebreak unglücklich zu verlieren.
Der erste Satz beginnt mit schönen Angriffschlägen auf beiden Seiten, keine Mannschaft kann sich entscheidend absetzen. Der größte Punkteunterschied in diesem Satz beträgt 3 Punkte bis zum 13:16. Bad Dürrenberg/Spergau punktet hintereinander zum 18:22, aber der VCO bleibt dran. Doch für den Satzgewinn reicht es nicht, er geht mit 23:25 an den Gast.
In der Satzpause erklingt ein Geburtstagslied für den Trainer des VCO, Söhnke Hinz. Er hatte einen Tag davor Geburtstag. Doch zu einem nachträglichen Geschenk in Form eines Sieges reicht es an diesem Tag nicht. Der zweite Satz beginnt im Gegensatz zum ersten, mit Fehlern auf beiden Seiten. Die erste Mannschaft, die sich wieder fängt, ist Bad Dürrenberg/Spergau, die Mannschaft des VC Olympia dagegen wirkt unkonzentriert und ist nicht bei der Sache. In dieser Phase leisten sie sich viele Fehler. „Que sera?“ tönt in der Auszeit durch die Lautsprecherboxen an der Hallenwand. „Was wird es werden?“ – das fragt sich auch das Publikum. Es geht weiter wie bisher, der Gegner spielt konzentriert und punktet. Die Berliner können in dieser Phase nur durch Fehler des Gegners punkten. Es keimt Hoffnung auf, als Olympia 2 Punkte hintereinander aus hart umkämpften Ballwechseln verbuchen kann (15:18). Doch diese sollte sich nicht erfüllen. Nach Schwierigkeiten bei der Annahme auf Seiten des VCO, gewinnt Bad Dürrenberg/Spergau auch den 2.Satz (22:25).
Im dritten Satz stellt die Heimmannschaft um. Der am Finger verletzte Kaliberda rückt in die Annahme und Kapitän Fromm kann sich nun auf der Diagonalposition auf den Angriff konzentrieren. Das Konzept geht auf, der VC Olympia spielt gut und gewinnt diesen Satz souverän mit 10 Punkten Vorsprung (25:15).
Der vierte Satz beginnt so, wie der Dritte endete, mit Punkten des VC Olympia. Aber Bad Dürrenberg/Spergau fängt sich wieder beim Stand von 19:14 machen sie vier Punkte hintereinander (19:18). Die Jungs des VCO lassen schon die Köpfe hängen, raffen sich aber wieder auf und gewinnen den Satz mit 25:20.
Es kommt zum entscheidenden Tiebreak. Die Heimmannschaft legt zweimal drei Punkte vor, Bad Dürrenberg/Spergau kann aber immer wieder ausgleichen (3:3, 8:8). Dann legen sie selbst wiederum drei Punkte vor. Beim 12:12 sind sich die Dürrenberger uneinig, wer den Ball annehmen soll und lassen so den VC Olympia nochmal herankommen. Am Ende gewinnt Bad Dürrenberg/Spergau den Satz und somit das Spiel mit 3:2.
Trainer Söhnke Hinz zeigt sich mit gemischten Gefühlen: „Wir hatten sehr viele Verletze, dafür haben wir ein sehr gutes Spiel gemacht. Zum Schluss aber hat die Routine gefehlt. Als es zum Schluss in der Annahme nicht mehr so lief, haben andere Spieler zu wenig Verantwortung übernommen.“ Der neue Spergauer Trainer hingegen zeigte sich erleichtert: „ Die ersten beiden Sätze haben wir den VCO mit starken Angaben beeindruckt. Danach haben sie besser ins Spiel gefunden. Am Ende lief bei meinen Spielern natürlich der Film der letzten Spiele ab, die wir unglücklich verloren haben. Dass wir gewonnen haben war ganz wichtig!“
In der Bundesliga ist jetzt erst mal eine Woche Pause, dafür gibt’s es in zwei Wochen dann aber auch drei Spiele innerhalb von sieben Tagen zum Abschluss der Hauptrunde der Volleyball Bundesliga. „Mit den drei Gegnern sind wir auf Augenhöhe. Wir hatten uns eigentlich vorgenommen drei der letzten vier Spiele zu gewinnen. Dann müssen wir jetzt die letzten Drei gewinnen!“, so Zurich Team Trainer Hinz nach dem Spiel.
j.k.