Jutsu-Akademie-Harms

Jutsu-Akademie-Harms aus Gelsenkirchen, Nordrhein-Westfalen Sport-News Mitglied seit 12.04.2007
Sportarten: Selbstverteidiung, ---
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Kampfkunstgroßmeister schauen über ihren Tellerrand

Datum: 23.09.2007 , Sportart: Kampfsport

Auch Großmeister der Kampfkünste brauchen Aus- und Weiterbildung. Deshalb fand in dem Ausbildungszentrum des Deutschen Wu-Shu Bundes in Moers am Samstag den 15. September ein Speziallehrgang statt.

Die Hauptdozenten waren Großmeister Gerd Stobbe aus Moers, Großmeister Hermann Harms aus Gelsenkirchen, Großmeister Toni Finken-Schaffrath aus Mönchengladbach, und als Gasttrainer Großmeister Florian Hahn aus Krefeld.

In dem dreistündigen abwechslungsreichen Lehrprogramm wurden viele Möglichkeiten der Straßenselbstverteidigung und Notwehrtechniken durchtrainiert.

Das Seminar eröffnete der Gelsenkirchener Großmeister Hermann Harms, 9.Dan Jiu-Jitsu. Er lehrte konsequente Hebel und Festleger gegen Belästigungen mit Alternativwaffen. Florian Hahn, 8.Dan Shaolin Kempo, unterrichtete kraftvolle, endgültige und sinnvolle Stopper gegen Schlägerangriffe.
Gerd Stobbe, 10. Dan Shaolin Chuan, zeigte schmerzhafte Techniken gegen würgen in allen Lagen. Toni Finken-Schaffrath, 9.Dan Kempo Naadaa, unterrichtete weiterführende Blocks und Konterangriffe die sowohl auf der Strasse als auch im Ring hervorragend angewandt werden können. Die Dozenten trainierten bei den Unterrichtseinheiten ihrer Kollegen mit und konnten so ihre eigenen Techniken und die der Kollegen hautnah miterleben.

Unter den Lehrgangsteilnehmern befanden sich auch GM Dieter Lindner, 7. Dan Ju-Jutsu und Dietmar Bassmer, 6. Dan aus Köln.
Mittrainierende Kung Fu Schüler, Karatelehrer und Tea Kwon Do Lehrer fanden diesen anstrengenden Lehrgang als eine Bereicherung ihres Trainingsalltags.
In einer feierlichen Sequenz wurde Jusuf Zulic, 6. Dan für seine Verdienste im Wu-Shu mit der höchsten (goldenen) Auszeichnung des Verbandes geehrt. Herr Zulic lud daraufhin alle Meister in sein Restaurant ein, wo nach dem Seminar lange gefachsimpelt und Erfahrungen ausgetauscht wurde.
Alles in allem war es eine sehr gelungene Veranstaltung, die sehr zu gegenseitiger Verständigung und Akzeptanz beitrug.
Der Blick über den Tellerrand bringt zwangsläufig eine Offenheit
gegenüber anderer Bewegungen, Ideen und Systemen mit sich.

Dies ist ganz genau das Leitmotiv der Jutsu-Akademie-Harms seit über 25 Jahren. Einigkeit in den Kampfkünsten würde die gesamte Szene in der Öffentlichkeit in einem besseren Licht erscheinen lassen.

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